Marktsituation Import/Export Fernost

In den vergangenen Wochen wurde bereits intensiv auf die momentane Situation im Far East Trade hingewiesen. Neben den Problemen, die im Import vorherrschen, kommen nun auch im Export erhebliche Probleme im Zusammenhang mit Allocation, Equipment Verfügbarkeit und gerollter Ladung auf uns zu.

Import
Kaum neigen sich die Chinese New Year-Feierlichkeiten dem Ende zu, startet die Industrie wieder durch. Viele Carrier sind größtenteils schon wieder mit über 100% ausgebucht und Kapazitätsengpässe reißen nicht ab. Man geht davon aus, dass die ohnehin angespannte Situation im Bezug auf Backlogs, Rollovers und knappen Schiffsraum sich nochmals verstärkt. Denn die Gesamtkapazität des Marktes liegt inzwischen wieder auf einem ähnlichen Niveau wie dem im Jahr 2007. Mit weiterem Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wird gerechnet.
Extra Loader/Blind sailings können punktuell hilfreich sein und kurzfristig immer wieder für leichte Entspannung sorgen. Generell sind die Reeder nicht bereit, Kapazitäten im Markt zu erhöhen, um in Fernost die Ladehäfen zu entlasten. Weitere Ratenerhöhungen für März und April sind bereits angekündigt. Ziel der Reeder bleibt es die Seefrachtraten auf hohem Niveau zu halten.

Export
Die strikte Kapazitätsregulierung der Reeder wirkt sich auch auf den ausgehenden Verkehr (Eastbound) aus und es zeichnen sich ähnliche Szenarien ab wie im Westbound-Verkehr. Die Schiffe der New World und Grand Alliance sind überproportional ausgelastet. Slow Steaming Programme werden aufgelegt, auch hier mit der Zielgabe die Frachtraten auf höherem Niveau zu bringen und zu stabilisieren. Dazu wurden unter anderem weitere Maßnahmen getroffen, wie zum Beispiel die Einführung der Overweight (OWS) und Peak Season Surcharge (PSS), um die Margen der Reeder kurzfristig nochmals zu erhöhen.

 

DB Schenker-News, 27.02.2010

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